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Sonntag, 22. November 2015

Rezension Zivilrecht: Schmerzensgeld-Beträge 2016

Hacks / Wellner / Häcker, Schmerzensgeld-Beträge 2016, 34. Auflage, Anwaltverlag 2016

Von RA, FA für Verkehrsrecht Sebastian Gutt, Helmstedt



Das Standardwerk zum Schmerzensgeld, die seinerzeitige „ADAC-Tabelle“, nunmehr seit ein paar Auflagen schlicht Schmerzensgeld-Beträge genannt, liegt frisch in der 34. Auflage vor.

Inhaltlich hat sich bereits in den vergangenen Jahren einiges geändert. Bereits in den Vorauflagen erfolgte die Darstellung nicht mehr nach Höhe des Schmerzensgeldes, sondern ist nunmehr sortiert nach Verletzungsarten, und zwar von „A wie Amputation des Armes“ bis „V wie Versteifung“. Gesondert dargestellt werden auch weiterhin die besonderen Verletzungsarten, -ursachen und -folgen, jedoch diesmal ebenfalls alphabetisch aufbereitet. Lebensgefährliche Mehrfachverletzungen sind in einer eigenen Kategorie „Polytraumen“ zusammengefasst. Schön ist, dass am Ende dieser Auflage eine zusätzliche Übersicht gestaffelt nach der Höhe des Schmerzensgeldes und mit den laufenden Nummern der Entscheidungen aufgenommen wurde.

Innerhalb der jeweiligen Verletzungsarten findet man den jetzt gewohnten Aufbau wieder. Wellner und Häcker haben das bisher bewährte System beibehalten und beginnen bei den Verletzungsarten zunächst mit dem geringsten Schmerzensgeld und stellen dann der Höhe nach aufsteigend die weiteren Schmerzensgelder zu dieser Verletzungsart dar.

Die Neuauflage ist ergänzt worden um zahlreiche neue Entscheidungen, und zwar insgesamt 200. Die Tabelle enthält daher weiterhin mehr als 3000 Urteile insgesamt. Ungemein hilfreich ist das kurze medizinische Wörterbuch am Ende der Tabelle. Aber auch der Allgemeine Teil, in dem die Grundlagen des Schmerzensgeldes dargestellt werden, ist äußerst gelungen und wird nunmehr regelmäßig um aktuelle Entscheidungen ergänzt.

Das Rezensionsexemplar enthielt auch in diesem Jahr die CD-ROM sowie die Online-Version mit juris-Rechtsprechung. Es bleibt bei der jährlichen Empfehlung, die Vollversion der CD-ROM auf dem eigenen Rechner zu installieren und so zu recherchieren. Die Recherche auf diese Weise ist ungemein einfach. Man kann die Suche auf die Verletzung des Geschädigten im konkreten Fall fast genau einschränken. Sodann werden die jeweils passenden Entscheidungen als Auswahl angezeigt, welche man im „Korb“ ablegen kann. Von dort aus können sie bequem gelöscht oder aber ausgedruckt werden, und zwar jeweils schon unter Berücksichtigung der Indexanpassung.

Fazit: Die Schmerzensgeldtabelle des Anwaltverlages bleibt das Maß aller Dinge.