Montag, 24. Oktober 2016

Rezension: Einführung in die Soziale Arbeit

Mennemann / Dummann, Einführung in die Soziale Arbeit, 1. Auflage, Nomos 2016

Von RA’in, FA’in für Sozialrecht Marianne Schörnig, Düsseldorf



Einführungsvorlesungen für Studierende der Sozialen Arbeit bilden den Inhalt dieses Buches. Neulingen auf diesem Gebiet sollen Fachbegriffe erklärt und sowohl der "Kern" der Sozialen Arbeit als auch der weitere Gegenstand erläutert werden. Ziel ist es, in den LeserInnen (Erstsemestern) Verständnis für Soziale Arbeit hervor zu rufen, Interesse zu wecken und zu weiterführenden Fragen anzuregen.

Die Gliederung ist dementsprechend an den Aufbau von Einführungsvorlesungen angelehnt: I. Grundlagen der Sozialen Arbeit als Wissenschaft II. Soziale Arbeit als Profession III. Soziale Arbeit als Disziplin IV. Diskussionsbeitrag zur Sozialen Arbeit als Wissenschaft'

Zu I. Grundlagen der Sozialen Arbeit als Wissenschaft: 1.1 Soziale Arbeit als Studienfach bzw. als Studieninhalt anderer Fächer, z. B. Soziologie, Erziehungswissenschaften u. a. Was ist allen Fachrichtungen mit Sozialer Arbeit gemein und was grenzt Soziale Arbeit als Alleinstellungsmerkmal von anderen ab? Was ist der Inhalt dieses Faches? 1.2 Geschichte der Sozialen Arbeit 2. Begriffserklärung 3. Sozialpädagogik, Sozialarbeit 4. Soziale Arbeit 5. Soziale Arbeit als Beruf, Disziplin, Profession.

Zu II. Soziale Arbeit als Profession: Charakteristika Sozialer Arbeit, Antinomien, Paradoxien und Widerspruchskonstellationen, Konzepte und Methoden, Soziale Arbeit mit eigener Professionsform, Organisationen der Sozialen Arbeit.

Zu III. Soziale Arbeit als Disziplin: Funktionen und Ebenen von Theorien, Theorien Sozialer Arbeit im historischen Überblick, aktuelle Theoriediskurse Soziale Arbeit, handlungsbezogene Leitbegriffe.

Zu IV. Diskussionsbeitrag zur Sozialen Arbeit als Wissenschaft: Der "Kern" der Wissenschaft Soziale Arbeit – ein Diskursangebot Forschung in der Sozialen Arbeit.

Fremdwörter werden kursiv gedruckt und übersetzt (z. B. Konzepte (lat. concipere: erfassen). Jedes Kapitel wird ergänzt durch Schaubilder, die das soeben erläuterte nochmals veranschaulichen und sie enden jeweils mit einem Fazit. Dieses sind die wichtigsten Thesen und Erkenntnisse aus dem vorangegangenen Kapitel zusammengefasst in einem Kästchen, optisch herausgehoben und grau unterlegt. Es folgen Aufgaben, in denen der vorangegangene Inhalt wiedergegeben und diskutiert werden soll, sowie Literaturverzeichnissen.


Wie der Titel schon besagt, ist es eine Einführung, in der man parallel die Vorlesungen mitverfolgen kann. Die Kapitel entsprechen jeweils einem zweistündigen Vorlesungsinhalt, den die Autoren als Lehrende an (Fach-)Hochschulen erprobt haben. Mit ihnen kann man auch für Klausuren und / oder mündliche Prüfungen lernen. Dass es sich um rein theoretischen Stoff handelt, sollte sich der Leser im Vorfeld klarmachen, denn für die praktische Arbeit nutzt das Werk nicht und ist dafür auch nicht gedacht. Ebenso kann und will es die Vorlesungen nicht ersetzen. Zielgruppe sind vor allem Studenten der ersten Semester oder Schulabgänger, die sich erst noch klar werden wollen, ob Soziale Arbeit wirklich etwas für sie ist.